Konsumkritische Weihnachten

Maßloser Konsum, Müll, Ressourcenverschwendung. Die weihnachtlichen Folgen für Mensch, Tier und Umwelt sind enorm, denn Weihnachten ist nicht nur das Fest der Liebe und Besinnlichkeit, sondern eben auch Konsum und ein Fest für große Konzerne! Da Weihnachten im 21.Jahrhundert nur noch wenig mit seinen christlichen Uhrsprung zu tun hat, werde ich auf die religiösen Aspekte nicht eingehen.
Früher in meiner Kindheit, konnte ich es immer kaum erwarten, dass das Christkind die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum ablegt und ich einen schönen Abend mit der Familie verbringe. Und auch heute, als Atheist mit nihilistischer Tendenz, freue ich mich dennoch, wie früher wieder mit der ganzen Familie ein paar schöne Tage zu verbringen.
Dennoch hat Weihnachten auch eine Schattenseite, die Folgen zügellosen und unreflektierten Konsums. Jedes Jahr landen ca. 25 Millionen Weihnachtsbäume in deutschen Haushalten. Oft werden auf den Plantagen giftige Chemikalien, wie Pestizide eingesetzt. Exemplarisch für die weihnachtliche Ausbeutung von Arbeiter*innen ist unter anderem der Onlinemarktplatz Amazon. Die Belegschaft wir rücksichtslos Ausgebeutet und zu Stoßzeiten, wie der Weihnachtszeit, werden tausende Leiharbeiter extra eingestellt, unwürdig Behandelt und unterbezahlt. Das selbe gilt für die Paketdienste. Der Benzin- und Dieselverbrauch steigt gewaltig an. Überall Dekorationsbeleuchtung, die unnötig Strom verbraucht. Tonnen von Müll durch Geschenkverpackungen, sowie Plastiktüten und viele Geschenke, die von den Beschenkten oftmals überhaupt keine Verwendung finden. Weggeschmissene Lebensmittel und besonders zynisch: der Weihnachtsbraten; gequält, ermordet und zum Fest der „Liebe“ serviert. Außerdem frage ich mich, ob all die gestressten Menschen, auf den Straßen, in den Einkaufszentren und saufend am Glühweinstand, wirklich so glücklich sind.

Stattdessen könnten wir doch, soweit wir Weihnachten feiern wollen, uns einmal fragen, inwiefern es nicht mal möglich ist, nur Dinge die wirklich gebraucht werden zu schenken oder das wilde Geschenke zu minimieren bzw. sogar gänzlich für Erwachsene darauf zu verzichten und nur Kindern etwas zu schenken. Da darf an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass Tiere keine Geschenke sind! Es kann auch auf beispielsweise auf second-hand zurückgegriffen werden. Die meisten Dinge sind ja nicht weniger schlecht, nur weil sie gebraucht sind. Des weiteren könnte mensch unnötige Beleuchtung weglassen, wer will kann ein paar besinnliche Kerzen aufstellen. Und wieso nicht aus Liebe zu den Tieren ein rein veganen (am besten nicht nur zu Weihnachten) Weihnachtsbraten servieren? Einfach mal auf das Zusammensein mit der Familie, den Liebsten* oder Freund*innen freuen. Oder alternativ den Abend für sich alleine Genießen. Ein Weihachten für das Klima, die Umwelt und für die Tiere! Das wäre schön. Dann würde ich mich bedingungslos auf Weihnachten freuen.